Verhaltenstherapie

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Shetyna » Do 29. Sep 2016, 13:42

... finde ich gut wenn deine Therapeutin dich so aufbaut. Manche haben nämlich überhaupt kein Feingefühl und machen die Leute noch nieder. Hast du wohl eine der Guten erwischt und das freut mich für dich.

Liebe Grüße
Shetyna
Bild

"Wir leben nicht wie wir es wünschen, sondern wie wir können." BEN CARTWRIGHT in BONANZA
Benutzeravatar
Shetyna
gehört zum Inventar
 
Beiträge: 6509
Registriert: Mo 22. Dez 2014, 17:19
Wohnort: Ponderosa, Nevada
Danke gegeben: 759 mal
Danke erhalten: 1503 mal

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Lora58 » Do 29. Sep 2016, 17:34

Hallo ihr Lieben,
schaut mal vor langer Zeit habe ich ein Bericht von mir rein gesetzt wegen der Verhaltenstherapie.

Verhaltenstherapie wird von der Ärztetschaft als die fast einzigste Therapie angesehen bei Fibromyalgie und wird von der Kasse bezahlt.
2014 im Oktober habe ich die angefangen musste aber eine halbes Jahr auf den Termin warten. Die, die bei der AOK versichert sind bekommen schneller Termine. Alelrdings, wenn alles belegt ist hilft das auch nichts. Mir kam das sooo lange vor und schwupp war der Termin da.
Es ist keine!!!! Tiefentherapie. Verhaltenstherapie heißt, dass zusammen geschaut wird wo und wie man das derzeitige Verhalten, Leben, Gewohnheiten ändern kann. Für mich war das sehr gut sage ich heute, aber es ist mir sehr schwer gefallen. Da ich Workaholikerin war, wurden mir zuerst Stunden gestrichen und als es nicht geklappt hat am Anfang bekam ich Schimpfe und mir wurde klar gemacht was das für gesundheitliche Schäden gibt, welche ich ja hatte. Schritt für Schritt wurde dann zusammen überlegt was ich ändern kann. Aus heutiger Sicht war es für mich das Beste. Was natürlich auch gut war für mich ist, dass ich jemand hatte zum Reden. Meinen Mann wollte ich nicht vollquatschen, schließlich hat er auch den ganzen Tag gearbeitet und sonst hatte u. habe ich niemanden AUßER hier das Forum.
LG
Lora
Benutzeravatar
Lora58
Legende
 
Beiträge: 3724
Registriert: So 28. Dez 2014, 10:22
Wohnort: hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen
Danke gegeben: 774 mal
Danke erhalten: 485 mal

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Claudia » Do 29. Sep 2016, 17:50

Hallo Zusammen!
So wie es klingt ,ist die Verhaltenstherapie für einige durchaus hilfreich,aber wohl nicht für jeden von uns?!
Viele Grüße
Claudia
Benutzeravatar
Claudia
Legende
 
Beiträge: 3348
Registriert: Mi 2. Dez 2015, 17:23
Danke gegeben: 1004 mal
Danke erhalten: 498 mal

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Lora58 » Do 29. Sep 2016, 18:30

Ha Claudia,
das glaubst aber auch nur Du. Immer wird was gefunden da brauchen wir nicht darüber nachdenken. Die kommen mit Fragen, das war für mich ganz normal dann kam das aber......
Da ich ja immer sehr skeptisch bin und jeder sich erst mal beweisen muss (so bin ich leider das kommt von früher) habe ich erst mal eine Anlaufzeit gebraucht und das habe ich dann auch gesagt. Wenn die Chemie nicht stimmt wird die Therapie auch nichts.
Als ich dann anfing mir morgens eine Liste zu machen, was ich so vor habe am Tag au weia da hat sie geglotzt.
Morgens 8 Minuten den Tag einteilen spart letztendlich 2 Stunden Arbeit. So steht es in einem Buch ich glaube es heißt das Zeitmangement oder so. Wenn ich dann das auch noch nach Wichtigkeit eingeteilt habe wurde es noch besser. Dann kam das Nächste, wenn was übrig bleibt kommt das am anderen Tag wieder drauf.
Dann musste ich im Laufe der Zeit einen Stundenplan machen wie mein Tag mit was gefüllt ist. Dann wurde irgendwann gefragt ob ich Gott wäre. Da bin ich so erschrocken und ging auf Distanz, weil ich der Meinung bin so was fragt man nicht. Weil ich den Sinn nicht erfasst habe,meinte Sie ob ich denke dass sich die Welt ohne mich nicht drehen würde weil ich denke ich müsse alles alleine machen.
Am nächsten Termin hat sie sich dann entschuldigt, aber trotzdem betont, dass sie das mit Absicht gemacht hat damit ich mal darüber nachdenke. Sie meinte dann - und wann gedenken sie zu leben? Na das gab mit zu denken. Dann habe ich angefangen so ganz langsam mein Leben zu ändern.
LG
Lora
Benutzeravatar
Lora58
Legende
 
Beiträge: 3724
Registriert: So 28. Dez 2014, 10:22
Wohnort: hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen
Danke gegeben: 774 mal
Danke erhalten: 485 mal

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Connie » Fr 30. Sep 2016, 11:05

Hallo Lora,

ich wüßte jetzt gar nicht, wie ich meinen Tag anders einteilen sollte. Ich gehe ja schon lange keiner Erwerbstätigkeit mehr nach, hier zuhause gibt es Tage, da mache ich nur das allernötigste, wenn überhaupt. Ich habe da auch kein schlechtes Gewissen dabei. Fibrokrank wurde ich ja auch nicht bereits während meiner Erwerbstätigkeit, sondern erst Jahre später.
Wenn jetzt also die Verhaltenstherapie darauf abzielt, daß man weniger tun soll, ohne schlechtes Gewissen etc., so wäre die ja für mich verschwendete Zeit. Ich tue ohnehin nur das, was ich noch kann und manchmal auch nur das, was ich will. *lol27*
Und auf mich selbst achten tue ich auch. Leider hat das alles noch keinerlei Erfolg gezeigt.

LG
Die Connie
Benutzeravatar
Connie
Legende
 
Beiträge: 2039
Registriert: Mo 5. Jan 2015, 19:21
Wohnort: Raumschiff Enterprise
Danke gegeben: 629 mal
Danke erhalten: 387 mal

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Shetyna » Fr 30. Sep 2016, 13:10

Hallo Connie,

da stehe ich voll hinter dir. Ich sehe das ganz genauso. Ich habe Fibro gegen Ende meiner Berufstätigkeit bekommen, nur hat es da keiner erkannt und ich hatte keine Diagnose auf Fibro. So war ich dann bis zum Ausscheiden einige Monate krank geschrieben, was ich aber auf Dauer finanziell nicht hätte packen können. Nach sechs Wochen gibt es ja statt Lohnfortzahlung nur noch Krankengeld, und das ist schon um einiges weniger als das Gehalt.

Ich habe dann auch nur noch das machen können, was körperlich möglich gewesen ist. Und dann gab es eben mal bessere Tage, da schaffte man mehr, und auch schlechte Tage, da ging so gut wie nix. Aber es hat lange Zeit gedauert, bis ich mir innerlich sagen konnte, du bist nicht faul, sondern krank. Zumal ich zu der Zeit ja noch nicht wusste was mit mir los ist. Jetzt habe ich den Ist-Zustand akzeptiert und kann damit umgehen, zumal mein Sohn das auch so sieht.
Zum Glück ist er ja auch alt genug. Wird aber sicherlich schwierig für Mütter mit kleineren Kindern, für Berufstätige sowieso.

Liebe Grüße
Shetyna
Bild

"Wir leben nicht wie wir es wünschen, sondern wie wir können." BEN CARTWRIGHT in BONANZA
Benutzeravatar
Shetyna
gehört zum Inventar
 
Beiträge: 6509
Registriert: Mo 22. Dez 2014, 17:19
Wohnort: Ponderosa, Nevada
Danke gegeben: 759 mal
Danke erhalten: 1503 mal

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Lora58 » Fr 30. Sep 2016, 20:24

Ich meine, das muss jeder für sich entscheiden. Habe es heute wieder an mir festgestellt. Den ganzen Tag war ich am werkeln, keine 5 Min habe ich mich gesetzt oder so. Dnn kam noch um 17 h die geschlachteten Enten die man noch zerlegen sollte und da mein Mann es vorzog nach dem Abendbrot noch zu seinem Bruder zu fahren anstatt gleich wieder zu kommen, habe ich es alleine gemacht weil ich endlich mal Feierabend wollte - konnte kaum noch. Was ist das Ende?? nichts gelernt :k25: Habe Schmerzen ohne Ende, die Migräne steigt langsam wieder an die gewohnte Stelle usw. So ist es im wahren Leben.
LG
Lora
Benutzeravatar
Lora58
Legende
 
Beiträge: 3724
Registriert: So 28. Dez 2014, 10:22
Wohnort: hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen
Danke gegeben: 774 mal
Danke erhalten: 485 mal

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Shetyna » Fr 30. Sep 2016, 21:45

.... siehste, und daher nützt auch keine Therapie, weil jeder das macht was er möchte und von dem er glaubt, es ist für ihn das Richtige. Das Bauchgefühl zu nutzen ist sowieso immer noch das Beste.

Liebe Grüße
Shetyna
Bild

"Wir leben nicht wie wir es wünschen, sondern wie wir können." BEN CARTWRIGHT in BONANZA
Benutzeravatar
Shetyna
gehört zum Inventar
 
Beiträge: 6509
Registriert: Mo 22. Dez 2014, 17:19
Wohnort: Ponderosa, Nevada
Danke gegeben: 759 mal
Danke erhalten: 1503 mal

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Claudia » Sa 1. Okt 2016, 18:00

Hallo Lora!
Ich denke so eine Verhaltenstherapie kann schon durchaus sinnvoll sein,um einem schädliche Verhaltensmuster und Gewohnheiten sichtbar zu machen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen ,
das setzt aber einen guten Therapeuten voraus! Vor allem setzt es voraus das der Patient bereit ist sein Verhalten zu ändern und wie schwierig das ist ,weißt du sicher aus Erfahrung!
Viele Grüße
Claudia
Benutzeravatar
Claudia
Legende
 
Beiträge: 3348
Registriert: Mi 2. Dez 2015, 17:23
Danke gegeben: 1004 mal
Danke erhalten: 498 mal

Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Anna » Sa 1. Okt 2016, 18:42

Hallo Ihr Lieben!
Es ist wirklich Ansichtssache wie jemand zu einer Verhaltenstherapie steht,doch glaubt mir wenn man psychisch so richtig am Ende ist,
dann greift man zu jedem Strohhalm.Ob sich das jetzt auf Fibro übertragen lässt kann ich nicht sagen doch mir hat und tut es mir auch immer noch sehr gut.
Es ist richtig,dass sich gewisse Verhaltensweisen schwer ändern lassen,doch es geht ich weiß es!
Es gibt aber einige Ärzte ,die es für sinnvoll halten auch bei Fibromyalgie eine solche Therapie zu machen.Diesbezüglich kann ich nichts dazu sagen,da ich ja nicht nur deswegen dort hingehe doch ich weiß man kann sein Verhaltensmuster ändern!Liebe Grüße Anna
Der Weg ist das Ziel. *zeig*
Anna
Legende
 
Beiträge: 2402
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 20:27
Wohnort: Printenstadt
Danke gegeben: 616 mal
Danke erhalten: 468 mal

VorherigeNächste

Zurück zu Therapie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: CommonCrawl [Bot] und 0 Gäste