Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie

Beitragvon Anna » Mi 28. Sep 2016, 17:49

Hallo Ihr Lieben!
Würde mich mal Interessieren ob viele von Euch eine Verhaltenstherapie machen?
Auch ob es auf Grund von Fibromyalgie ist oder eben etwas anderes!
Auch ob es Euch hilft?
Liebe Grüße Anna
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Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Claudia » Mi 28. Sep 2016, 18:21

Hallo Anna!
Wie kommt man denn zu einer Verhaltenstherapie und was wird da gemacht?
Viele Grüße
Claudia
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Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Shetyna » Mi 28. Sep 2016, 18:53

Hallo Anna,

also, ich mache keine und wüsste auch nicht, was die einem da beibringen wollen. Hängt wohl mal wieder damit zusammen das man Patienten mit Fibro so gerne in die Psycho-Schiene schieben will.

Liebe Grüße
Shetyna
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Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Anna » Mi 28. Sep 2016, 19:25

Hallo Ihr Lieben!
Nein die Verhaltenstherapie mache ich schon seid zwei Jahren wegen einer Angststörung!
Meine Schmerztherapeutin hat nur zu mir gesagt,dass man sie auch zur Unterstützung bei Fibro einsetzt!
Eventuell sind ja auch einige wegen der Schmerzen psychisch angeschlagen oder aber auch,dass einige sich sozial abgrenzen?
Meine Psychologin versucht ja auch jetzt Fibro mit zu integrieren aber ich für mich denke das sie mir in dieser Hinsicht nicht viel helfen kann.
Aber wie gesagt es können durch die Schmerzen halt auch psychische Symptome auftreten,war auch nur rein Interessehalber da es bei Fibromyalgie als Therapie auch mit vorgeschlagen wird! Liebe Grüße Anna
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Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Shetyna » Mi 28. Sep 2016, 21:00

Hallo Anna,

ich denke schon das viele Fibrokranke durch die Schmerzen, die sie ertragen müssen, oder durch die Einschränkungen die sie aushalten müssen (man kann ja kaum Termine im Voraus planen, denn man weiß nie wie man sich an bestimmten Tagen fühlt), oft an ihre Grenzen stoßen. Und das kann natürlich auch zu psychischen Problemen führen. Man verliert auch durch das Unverständnis der Umwelt/Mitmenschen manche Kontakte und kann schon ausgegrenzt werden. Nur, ob eine Verhaltenstherapie da was bringen kann, das weiß ich nicht. Eine Gesprächstherapie wäre da wohl passender. ABER:
Viel wichtiger ist der Kontakt mit anderen Betroffenen, denn nur die wissen was mit einem los ist. Wie man sich fühlt und was die Krankheit mit uns macht. Da wir schön gesund aussehen, versteht ein Außenstehender das kaum.

Daher finde ich unser Forum auch so gut, es ist einfach wichtig eine Plattform zu haben mit anderen Betroffenen. Der Zusammenhalt hier ist tausendmal besser als jeder Psycho-Doc. Jedenfalls empfinde ich es so. Aber wahrscheinlich gibt es auch genug andere Menschen, die da eine andere Meinung haben. Muss wohl jeder für sich ausprobieren und entscheiden was gut für ihn ist. Und wenn es jemandem hilft, dann um so besser.

Liebe Grüße
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Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Anna » Mi 28. Sep 2016, 22:16

Hallo Shetyna!
Du hast vollkommen Recht,der Kontakt mit Gleichgesinnten ist auf jedenfall eine sehr gute Sache!
Niemand kann einen so gut verstehen und es nachvollziehen.
Ja im Prinzip muss das jeder für sich rausfinden was einem gut tut.
Für meine Angststörung ist es eine sehr gute Hilfe gewesen und auch immer noch.
Mit Fibro umzugehen muss ich immer noch lernen habe die Diagnose ja erst seid Anfang des Jahres.
Verabredungen zu treffen fällt mir noch schwer,weil ich meine Versprechen nach Möglichkeit immer einhalte und sonst ein schlechtes Gewissen habe.Anderen erklären zu müssen,dass ich nicht genau weiß ob ich es einhalten kann fällt mir noch sehr schwer weil man oft in Ungläubige Gesichter sieht.Wie gesagt ich lerne noch und hoffe,dass es mir irgendwann leichter fällt.Liebe Grüße Anna
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Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Mia » Do 29. Sep 2016, 08:21

Moin moin
auch ich habe noch keine speziell auf Fibro angewandte Verhaltenstherapie gemacht und kann Dir deswegen auch nicht helfen. Mein Schmerztherapeut sagte damals bei der 1, Sitzung, zuerst kam die Fibro und dann zwangsläufig auch die Depression. Einfach weil man fassungslos ist wenn einen der Körper ständig im Stich läßt , man keine Energie mehr hat und ständig müde und ausgelaucht ist. Und jeder müßte seinen eigenen Weg durch die Fibro finden.

LG Mia
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Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Shetyna » Do 29. Sep 2016, 09:01

Hallo Anna,

deine Angststörung hat ja nichts mit Fibro zu tun, und da kann eine Verhaltenstherapie schon was bringen, wenn man einen gescheiten Therapeuten hat.

Fibro beeinflusst unser Leben sehr stark, weil wir durch diese Krankheit abhängig werden was wir tun können und was nicht. Sie bestimmt sehr viel von unserem Alltag, denn wenn es einem besonders schlecht geht, dann bekommt man einfach nichts auf die Kette. Und das erst mal zu kapieren und damit umgehen zu können, das ist schwer. Im Anfang kam ich mir dann immer so vor, als wäre ich faul. War ich aber nicht, es ging an schlechten Tagen einfach nicht, dass ich Dinge erledigte. Es fehlte die Kraft und der Antrieb.

Man muss auch aufpassen das man seine sozialen Kontakte nicht verliert, aber es gibt Momente, da kann man einfach nicht sitzen und sich stundenlang mit jemandem unterhalten weil es einem schlecht geht und man das Gefühl hat aus den Latschen zu kippen. Mittlerweile ist es bei mir so, ich habe wenige Freunde, aber auf die kann ich mich verlassen. Und die wissen von meiner Situation und akzeptieren es bzw. verstehen es. Ich gehe auch recht offen mit dem Thema Fibro um, denn ich habe mir das nicht ausgesucht und es ist schließlich eine Krankheit wie jede andere auch und über Rheuma oder Grippe redet jeder ganz normal, da kann man das bei Fibro auch. Auf den Umgang mit Menschen die kein Mitgefühl und Verständnis haben verzichte ich gerne.

Seine Versprechen einhalten zu wollen zeugt von Verantwortungsgefühl und das ist bei uns Fibros besonders stark ausgeprägt, genau wie Mitgefühl etc., daher auch unsere soziale Ader. Ich musste es auch erst lernen mein Verhalten zu ändern und mich der ollen Tante anzupassen, aber es geht. Und daher wirst du es auch lernen, notgedrungen!

Liebe Grüße
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Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Connie » Do 29. Sep 2016, 10:40

Hallo Anna,

ich habe auch noch keine Verhaltenstherapie gemacht.
Vielleicht sollen Fibropatienten in der Verhaltenstherapie lernen, die Schmerzen besser auszuhalten, besser mit ihnen umzugehen. Das versuche ich selbst ja schon die ganze Zeit und versuche, mich abzulenken. Ist halt alles nur Kosmetik.
Ich denke auch, daß vieles ineinandergreift. Wie Shetyna schon schreibt, wenn man ständig Schmerzen hat oder die anderen fiesen Symptome von Fibro, dann kann man nicht stundenlang z.B. in einem Lokal sitzen oder sich in der Öffentlichkeit bewegen.
Aber jeder Mensch ist anders und vielleicht gibt so eine Verhaltenstherapie dem einen oder anderen Fibrokranken ja wertvolle Hilfen.

Möchte noch anfügen, daß alleine schon die Termine, die man dann wieder absolvieren müßte, für mich Streß bedeuten würden.

LG
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Re: Verhaltenstherapie

Beitragvon Anna » Do 29. Sep 2016, 12:08

Ja da habt Ihr Recht,alles was mit Terminen zusammenhängt bedeutet Stressig.
Meine Psychologin versucht es ja nur mit einzubeziehen und sie sagt sie wird auch bei anderen Patienten daran denken.
Viele ihrer Patienten haben unerklärliche Schmerzen und sie hat auch schon einige an einen Schmerztherapeuten verwiesen.
Sie versucht mich natürlich immer aufzubauen und hhält mir vor Augen,was ich schon alles geschafft habe!
Einen schönen Tag Liebe Grüße Anna
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