Pflaster für Fibro-Patienten

Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon nina.petra » Mo 12. Jun 2017, 13:55

Hallo Ihr Lieben,

gerade lese ich im Netz über ein neues Pflaster, das gegen Fibro helfen soll (klatschi) . Es beinhaltet Wirkstoffe von Cannabis. Ich habe Euch den Link zum Artikel angehängt:

http://healthinfo247.club/2017/06/12/su ... schmerzen/

Morgen bin ich bei meinem Schmerzarzt. Ich werde ihn mal fragen, was er davon hält!
Noch einen schönen Tag
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Re: Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon Shetyna » Mo 12. Jun 2017, 15:34

das ist sehr interessant, danke für´s Einstellen. Es ist immer gut, wenn sich die Pharmaindustrie mit dem Thema Fibro beschäftigt. Vielleicht hilft es auch ein wenig die Forschungen auf diesem Gebiet voran zu treiben.

Bin mal gespannt was dein Schmerzarzt dazu sagt.

Dir auch einen schönen Tag, liebe Grüße
Shetyna
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Re: Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon Claudia » Mo 12. Jun 2017, 15:51

Hallo nina.petra !
Danke für den Hinweis,könnte mir gut vorstellen das so ein Pflaster sehr wirksam ist . Weißt du ob das in Deutschland schon auf den Markt ist ?
Viele Grüße
Claudia
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Re: Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon Mia » Di 13. Jun 2017, 09:44

Moin moin
leider muß ich mit Pflastern vorsichtig sein, bin allergisch dagegen. Aber ansonsten würd ich es auch probieren. Bin mal gespannt, was Dein Arzt dazu sagt.

LG Mia
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Re: Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon Connie » Di 13. Jun 2017, 10:47

Hallo nina.petra,

finde ich auch sehr interessant! Danke!

LG
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Re: Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon Lora58 » Di 13. Jun 2017, 16:51

Hallo nina.petra,
das wäre super, super, super und nochmals super.

Auch wenn ich gegen Pflaser allergisch bin würde ich es trotzdem probieren.
Meistens bin ich allergisch, wenn ich schwitze bzw. wenn es warm ist. Nehme ja das Neuro-Pflaster mit 3mg

Es wäre sehr super nett von Dir, wenn wir nach dem Besuch Deines Arztes erzählen könntest wie was ist.

LG
Lora
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Re: Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon nina.petra » Mi 14. Jun 2017, 00:27

So ... mein Termin beim Schmerzarzt war heute Nachmittag, allerdings konnte ich dann nicht gleich schreiben, denn die Betäubungsspritzen in HWS und Hinterkopf haben mich erstmal eine Weile niedergestreckt. Aber jetzt bin ich halbwegs wieder da und will Euch gleich berichten, was der Doc gesagt hat:

Mein Schmerzarzt kennt die Pflaster noch nicht, er sagt, dass im Moment durch die geänderte Gesetzeslage unzählige Firmen versuchen auf diesen lukrativen Zug aufzuspringen und aus dem Elend der Betroffenen möglichst viel Geld machen wollen. Er selbst ist der für die Cannabis-Therapie offen und hat mich auf diese Spur gesetzt, noch bevor es medizinisch "legal" war und nur für die Letzten der Letzten zur Verfügung stand und so hat er mir zusammen mit meinem Anwalt geholfen die Therapie schon letztes Jahr für mich durchzuboxen. Er hat noch nichts davon gehört, dass es das Pflaster bei uns auf dem Markt geben soll.
Und er warnt auch davor, denn ein Pflaster ist (wie beim Morphium) eine Daueranwendung - da es noch keine Langzeitstudien gibt, kann man zur tatsächlichen Wirkung nichts sagen. Mit der Daueranwendung treten wie bei allen Medis eine Gewöhnung, eine Abhängigkeit und damit einhergehend eine Dosissteigerung ein.

Nach seiner Erfahrung profitieren ungefähr 1/3 vom medizinischen Cannabis, so wie ich. 1/3 hat gar keine Wirkung und das letzte 1/3 hat ziemliche Nebenwirkungen - also auch hier wie bei allen Medis. Er sagt, Dronabinol wirkt bei neuropathischen Schmerzen ... ich habe das so verstanden, dass es dann helfen kann, wenn die "Small fibers" betroffen sind. Die Schmerzen aus Muskelverspannungen und - verhärtungen sprechen wohl eher nicht so gut darauf an. Ich denke, hier wäre eventuell eher der Wirkstoff CBD aus Cannabis hilfreich. CBD-Öl ist nicht rezeptpflichtig und kann im Internet legal gekauft werden. Ich habe es versucht ... es ist nicht teuer, legal, aber: ... es hat furchtbar geschmeckt und ich konnte es nur 1 mal nehmen ... ohne Wirkung - außer dem Würgereiz. :k51:

Also im Moment würde ich - auch wenn es das zu kaufen gäbe - eher nicht darauf zurück greifen - es wird wenn es auf den Markt kommt, bestimmt wieder schrecklich teuer sein. Ich habe meine ersten Erfahrungen mit Keksen gemacht ... die haben wunderbar geholfen, die brennenden Schmerzen und die gesamte muskuläre Verspannung ist abgefallen. Deswegen wusste ich, dass mir medzinischer Cannabis helfen wird ... und deshalb haben wir es auch durchgeboxt. Es ist kein Heilmittel! Es bekämpft lediglich die Symptome!
Leider arbeite ich ja noch, ich bin selbständig und ich bin auf meinen Führerschein angewiesen. Deshalb setze ich die verschriebenen Dronabinol-Tropfen auch nur im Notfall ein und fahre dann einige Stunden weder Auto, noch gehe ich auf Baustellen. Schließlich habe ich auch eine Verantwortung für meine Umwelt, ich "fliege" zwar nicht, aber die Reaktion ist sicher verlangsamt. Ansonsten verzichte ich ... aber es ist beruhigend zu wissen, dass ich im Notfall nur "zuhause" bleiben muss und dann was Wirksames in der Schublade habe. Die Verzweiflung ist nicht mehr ganz so zerstörend...

Also Fazit aus dem Gespräch: wir müssen vorsichtig mit den Heilsversprechen umgehen, denn der neue offizielle Markt wird in nächster Zeit vieles hervorbringen, was uns wieder mal nur das Geld aus der Tasche zieht. Trotzdem ist sicher, dass sich in dieser Richtung in nächster Zeit einiges bewegen wird.

Übrigens müssen Patienten, die medizinisches Cannabis erhalten an einer anonymen Studie teilnehmen ... dies macht der Arzt. Hier werden Diagnosen, Wirkstoff, Nebenwirkungen und Erfolg gesammelt und zu Studien zusammengefasst. Dadurch hofft man, dass sich die profitierenden Diagnosen relativ schnell herauskristallisieren. Der Patient wird nicht namentlich gemeldet und hat auch keine Arbeit damit. Mir wäre es auch egal, wenn ich dort namentlich erfasst wäre (was vermutlich trotz der Zusicherungen der Fall ist, denn es gibt ja nicht so viele, die das Medikament erhalten) - wenn davon andere Betroffene profitieren können und der Wissensstand verbessert wird, dann hat es ja einen höheren Sinn!

Tut mir leid, dass ich für den Moment keine positivere Erkenntnis mitteilen kann - aber ich bin sicher in dieser Richtung wird sich auch für uns was tun und Tante Fibro wird bald bei ihren zukünftigen Besuchen mit einem neuen "Cocktail" begrüßt und so schnell das Haus wieder verlassen.

Nicht aufgeben ... aber Daumen drücken, dass die Pharma-Lobby hier keinen üblen Riegel vorschiebt.

Und nun gute Nacht ... mein Kater kommt und holt mich ab, damit ich ins Bett gehe! :dream: :dream:
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Re: Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon Mia » Mi 14. Jun 2017, 09:39

Moin Nina Petra und vielen Dank für die Infos. Sehr interressant und leider nicht sehr motivierend. Aber gnauso habe ich es mir vorgestellt.

LG MIa
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Re: Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon Connie » Mi 14. Jun 2017, 11:08

Liebe nina.petra,

vielen lieben Dank für deinen ausführlichen und informativen Bericht!
Es ist zwar sehr schade, daß es sich nun so darstellt, aber ich hatte es mir schon so ähnlich gedacht. Trotzdem, Hoffnung war da und bleibt auch bestehen.

Alles Gute und viele Grüße

Die Connie
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Re: Pflaster für Fibro-Patienten

Beitragvon Claudia » Mi 14. Jun 2017, 17:32

Hallo nina.petra!
Danke für deinen ausführlichen Bericht -also kein Erfolg mit Cannabis Pflaster -schade!
Viele Grüße
Claudia
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