Meine Geschichte

Re: Meine Geschichte

Beitragvon Shetyna » Do 12. Apr 2018, 19:06

kann wie Anna nicht verstehen, dass man die Borelliose nicht beachtet wird. Denn sie kann großen Schaden anrichten .........
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Re: Meine Geschichte

Beitragvon Mia » Fr 13. Apr 2018, 09:19

Moin Sven
dank Enkelinbetreuung komme ich erst jetzt dazu, alles von Dir zu lesen. Und ich muß meinen Vorschreiberinnen recht geben. Du versuchst alles zu analysieren und ich könnte mir vorstellen, das dass Dir nicht gut tut. Aber Du mußt Deinen eigenen Weg finden so wie wir alle hier. Ich wünsche Dir die Kraft die Du brauchst.

LG Mia
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Re: Meine Geschichte

Beitragvon Claudia » Fr 13. Apr 2018, 14:35

Hallo Sven!
Also wenn ich dich richtig verstehe,ist neurologisch alles in Ordnung? Und die Diagnose Fibro steht weiter im Raum ,vorausgesetzt es wird nicht doch noch etwas anderes gefunden.
Viele Grüße
Claudia
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Re: Meine Geschichte

Beitragvon Sandmann71 » Fr 13. Apr 2018, 20:34

Ja das stimmt, die neurologischen Untersuchungen ergaben keinen Anhalt für die Symptome.
Der CK Wert, würde das ändern, falls er auffälig wäre. Den habe ich noch nicht.
Aber das hatte ich vergessen. Die MRT der HWS/LWS wurden im Krankenhaus intensiv bewertet.
Ich habe das sogar schriftlich bekommen. Diese Einengungen der Neuroforamina, sind nicht
für meine Symptome verantwortlich und sind damit offiziell raus.

Bei der Borelliose ist das nicht so einfach. Mir wurde das schon gut erklärt.
Borelliose Antikörper im Serum sind nicht besonders aussagefähig.
Das fand ich sehr beeindruckend und ehrlich, da ich ähnliche Kenntnisse über Elisa Tests
hatte. Es gibt ja zwei Werte. Der IgM war negativ und ist für eine eher aktute Neuinfektion
verantwortlich. Und es gibt den IgG, der ist eher dafür zuständig, wenn es sich um eine
frühere Infektion handelt, also eher ausgeheilt ist oder aber chronisch vorliegt.
Dieser Wert kann im Serum innerhalb weniger Stunden stark schwanken. Ich werde vermutlich
in 4 Wochen eine Kontrolluntersuchung dazu haben. Ist das dann immernoch so, dann
müsste ein WesternBlot folgen und dann eine PCR um echte Aktivität nach zuweisen.
Antikörper jetzt beweisen nur das ich mal damit Kontakt hatte. Das geht schon mit Kuhmilch vom
Bauernhof. Aber ihr habt recht und man sollte es nicht aus den Augen verlieren.
Übrigens auch wenn es blöd klingt aber die enorm niedrigen Testosteronwerte sind auch nicht zu unterschätzen.
Ob sowas ausreicht um solch intensiven Symptome auszulösen kann mir niemand sagen. Der Chefarzt fand
den Bluttest sehr interessant und lobte meinen Hausarzt für die Idee. Ich hab es dabei belassen, auch wenn das
meine Idee war ;-). Mein Hintergedanke waren die männlichen Wechseljahre...
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Re: Meine Geschichte

Beitragvon Anna » Fr 13. Apr 2018, 22:45

Hallo Sven,Danke für Deinen Bericht,sehr interessant,dass mit dem Borilliose Nachweis,Was ist ein WesternBlot??Habe ich noch nicht gehört.
Musst Du Deinen niedrigen Testosteron Wert denn durch Injektionen ausgleichen?Habe einen Bekannten der muss alle vier Wochen eine solche bekommen.Bin echt gespannt wie es mit Deiner Behandlung weiter geht,Du hast ja noch Hoffnung,dass es für Dich noch gute Behandlungsmethoden geben kann. Bei mir ist diese Chance gleich Null,es gibt einfach in absehbarer Zeit nichts,was mir wirklich helfen kann .
Bin ja schon dankbar,dass mir Ortoton etwas hilft,doch bei starker Anspannung nützt nichts.Werde wahrscheinlich irgendwann nochmal in die Schmerzklinik gehen,doch im geht es nicht.Wünsche gute Nacht liebe Grüße Anna
Der Weg ist das Ziel. *zeig*
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Re: Meine Geschichte

Beitragvon Mia » Sa 14. Apr 2018, 09:48

Moin Sven
kleine Anmerkung von mir, bin ja kein Medizin Kenner und viele Begriffe müßte ich googeln. Wäre lieb, wenn Du eine genauere Bezeichnung der Abkürzungen hinzufügst. Danke im Vorraus.

LG MIa
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Re: Meine Geschichte

Beitragvon Sandmann71 » Sa 14. Apr 2018, 12:45

Guten Morgen,

also wegen des Testosteron muss ich mit meinem Hausarzt sprechen.
Ich hatte nur die Befunde geholt für die Klinik. Mal sehen,
ich bin schon dafür den Hormonspiegel zu regulieren, um
zumindest im Ausschlussverfahren zu bleiben.

Zur Anmerkung:
Mache ich gerne. Bei ELISA und WesternBlot handelt es sich um Reaktionstests.
Also die klassichen Antikörper Tests. Bei ELISA wird in der Regel nur ein Eiweiß,
ich habe es jetzt nicht im Kopf, nehmen wir Beispielhaft p68 getestet.
Reagiert der Test auf dieses Eiweiß, hat man eben Antikörper dieser Art.
Das ist dann so ein schwarzer Teststreifen. Das Problem ist zum einen
die quantitative Bestimmung und das es sehr viele Kreuzreaktionen gibt.
Ein Antikörper ist nicht wirklich spezifisch gegen ein Antigen. Vielmehr ist es
multifunktional und kann auch an anderen Antigenen binden, die ähnliche Epitope -
das sind Bindungsstellen an Antigenen passen. Um die Sache nun genauer zu machen,
gibt es auch einen WesternBlot. Der funktioniert durch Transferpapier und es können
verschiedene Eiweiße die für ein bestimmtes Antigen in betracht kommen dargestellt werden.
Das sind Teststreifen mit mehreren schwarzen Balken, ist eben ein Testessay, also eine Testreihe.
Wenn nun z.B. p68, p24 und p108 alle deutlich positiv ausfallen, dann kann man falsch positive Reaktionen
besser ausschliessen und anhand der Quantität auch etwas mehr sagen, zum gegenwärtigen Sinn des
positiven Befundes. Zu letzt gibt es noch den PCR für den es den Nobelpreis der Chemie gab.
Das ist ein sehr kompliziertes Verfahren, mit den kleinste, spezifische Abschnitte eines Antigens gefunden und durch
ein mathematisches Verfahren messbar gemacht werden können. Der größte Unterschied, hier wird ein echter spezifischer Abschnitt eines Antigens gesucht und der Rest hinzugerechnet, um ihn auffindbar zu machen. Während die anderen Tests keine Mikrobe sondern Antikörper dagegen suchen. Für eine diagnostische Bedeutung kann
mann sich streiten. Z.B. Für HIV wird es eingesetzt. Der Nobelpreisträger Mullis oder so ähnlich, hält das für Unsinn,
weil durch einen winzigen Abschnitt des HIv Genoms als Startprimer alles gefunden wird und hochkloniert wird, auch dass was z.B. gar kein relvantes Antigen mehr ist. Hierfür ein Beispiel. Wenn man hunderttausende solcher Abschnitte im freien Blut findet und nun sagt jeder Abschnitt stellt ein theoretisch komplettes Antigen also HIV Virus dar, dann muss man das Beweisen. Denn nur ein Virus mit einer intakten Eiweiß Hülle, kann an einer Zelle andocken. Doch genau das ist das Problem, man findet diese theoretischen intakten Antigene nicht. Genau deshalb musste Dr. Robert Gallo damals bei den Französen vom Pasteur Institute mobsen, die hatten die Ursprungsisolation aber auch hier fehlten wichtige Verfahrensregeln, die man als Goldstandard kennt. Jeder Molekularbiologe der heute vorsichtig erwähnt, dass an der HIV Aids Ursache so etwas nicht stimmt, wird Systemverfolgt. Und von denen gibt es sehr sehr viele. Da ist es egal ob man promovierter Forscher der Elite ist und in Berkley seine Professur hatte. Wenn man sagt was manchmal mit der Wissenschaft so nicht stimmt, ist man beruflich erledigt. Dabei ist Wissenschaft nur ein Meinungskonsens. Aus meiner Sicht sind Menschen als Individuum sehr viel leistungsfähiger und warum sollte eine Mehrheit gegenüber den Einzelnen auch Recht haben. Möglicherweise hat die Mehrheit nur ein gemeinsames Interesse. Nicht selten finanzieller Art. Naja jeden Falls genau um diese Eiweißbindungsstellen geht es bei solchen Tests. Das ist bei den Borellien nicht anders. Häufig gibt es sogar Eiweiße aus Lebensmitteln, die die gleichen Bindungsstellen benutzen. Eine sehr bekannte Kreuzreaktion ist Ebstein B. und die Blutkörperchen von Pferden.

Liebe Grüße
Sven
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Re: Meine Geschichte

Beitragvon Anna » Sa 14. Apr 2018, 17:26

Hallo Sven,danke für den sehr fachmännisch en Artikel,stimmt viele Sachen sind mir fremd aber dass macht nichts!
Doch ich konnte feststellen,dass solche Untersuchungen wahrscheinlich bei keinem Kassenpatienten durchgeführt werden,soviel Aufwand wird normalerweise nicht betrieben bei einem Ausschlussverfahren für Fibromyalgie.
Zweitens ,wem soll ich dann noch Vertrauen schenken,wenn viele Dinge unter den Tisch gekehrt werden und ,,eine Krähe der anderen kein Auge aushackt ,, ?????????
Wie sieht es denn mit deinem Vertrauen aus,dass muss ja schlimm sein bei deinem Wissen!!!!
Dann bin ich doch froh ,dass ich nicht so gut informiert bin und den Ärzten einfach glauben schenken muss! Sonst würde ich noch verrückt (thinky) . Schönen Abend und liebe Grüße Anna
Der Weg ist das Ziel. *zeig*
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Re: Meine Geschichte

Beitragvon Sandmann71 » Sa 14. Apr 2018, 18:30

@Anna:

Das sind berechtigte Gedanken, die Du schreibst.
Ich unterliege der nüchternen Erkenntnis,
dass die Erforschung des menschlichen Organismus längst
nicht soweit fortgeschritten ist, wie wir es gern hätten und
das wir unsere Art als Menschen zu leben in der Gesellschaft
anders Wahrnehmen, als es in der Medizin funktioniert.
Hier gibt es leider dieses wünschenswert Schwarz/Weiß nicht.
In eingen Jahrzehnten wird man uns verurteilen, dass wir mit
Menschen verachtenden Giften versucht haben, zu heilen und das
wir tatsächlich daran geglaubt haben, dass es nicht ganz anders geht.
Man wird nicht verstehen, dass wir den Zusammenhang zwischen Geist,
Seele und Körper völlig ignoriert haben, obwohl die Quantenphysik uns
beweist das es so ist. Jeder Arzt, Seelsorger usw. kennt die Phänome
die während der Sterbephase auftreten oder was Menschen nach einem klinischen
Tod erlebten und wahrnahmen, sofern sie wiederbelebt werden konnten.

Ich glaube an die Medizin - aber nicht vorbehaltlos.
Es gibt Ärzte mit Intuition, die sehen mehr ohne MRT/CT, weil sie mit ihren
Patienten sprechen und weil sie zu hören. Es gibt aber auch Ärzte,
wie zum Beispiel Radiologen, die tatsächlich kein Befundgespräch mit ihren Patienten führen, um
die Bilder zu erklären und schlimmer noch, sie senden die Befunde an den Überweisenden Arzt und wollen
die Bilder nicht aushändigen. Patienten müssen in die Entscheidungsverantwortungen einbezogen werden.
Patienten gehören die Befunde und Bilder und ich weil das ein Facharzt radiologsche Befunde nicht selten ganz anders
beurteilt. Was ich sagen möchte ist, wenn ein Mensch Medizin studiert und Radiologe wird, um sich Bilder anzusehen und diese technisch zu bewerten aber es lästig findet mit seinen Patienten zu sprechen, dann hat er nichts verstanden und seinen Beruf verfehlt. Das sage ích knallhart. Zudem ist jeder Arzt mit dem Patientengesetz von 2013 zu einem klaren Reglement verpflichtet. Wir brauchen wieder Ärzte mit Intuition und freien Willen ohne Leistungskatalog des Versicherers. Unser aktuelles System erlaubt keine Individualität und Mut zu eigenen Wegen.
Ich schrieb das schon mal, es gibt gute Ärzte aber sie sind rar und ich wünsche jeden kranken Patienten von Herzen,
das er an einen solchen Arzt gerät.

VG
Sven
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Re: Meine Geschichte

Beitragvon Sandmann71 » Sa 14. Apr 2018, 18:35

Nachtrag:

Also ich bin Kassenpatient. ELISA und WesterBlot sind sehr preiswert und PCR sind
derzeit auch bezahlbare Verfahren. Es muss eben alles in den besagten Schemen ablaufen
Ein PET CT ist ambulant ein NoGo aber mit einer Einweisung ins KK geht das schon mit zwei Tagen
Aufenthalt, obwohl das deutlich teurer ist, als die ambulante Untersuchung.
In Ungarn bekommt man das ambulant ohne Probleme in Deutschland wie gesagt nur bedingt, obwohl
wir es bei Siemens erfunden haben:-)
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